Winterverluste 18/19: offizielle Zahlen online

Wissenschaftler vom Institut für Biologie der Universität Graz veröffentlichen Daten über den Überwinterungserfolg 2018/19.

Gesamtergebnis: durchschnittliche Winterverluste

Im Rahmen der diesjährigen Untersuchung haben insgesamt 1.534 Imkerinnen und Imker den Überwinterungserfolg ihrer Bienenvölker bekanntgegeben. Diese Imkereien haben insgesamt 33.651 Bienenvölker eingewintert.
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Winterverluste 18/19: Gesamtergebnis und Ergebnisse der einzelnen Bundesländer © Universität Graz, Institut für Biologie. Stand Juni 2019.
Von diesen eingewinterten Bienenvölkern (33.651) haben 5.127, das entspricht 15,2 % (Konfidenzintervall: 14,4-16,1%), den Winter nicht überlebt oder hatten Königinnenprobleme (siehe Tabelle 1). Die Winterverluste betragen in Oberösterreich 17,5 %. Von den in Oberösterreich 5.951 eingewinterten Bienenvölkern, haben 1.044 nicht überlebt (siehe Tabelle 1).

Oberösterreich: geringe Teilnahme

Die gesammelten Daten haben eine Beteiligungsrate von 5,5 % aller Imkereien in Österreich gezeigt. Allerdings war die TeilnehmerInnenzahl aus Oberösterreich sehr gering. Von den rund 8.075 oberösterreichischen Imkerinnen und Imkern (Zahlen 2018; Biene Österreich) haben nur 276 an der Umfrage teilgenommen. Das entspricht eine geschätzte Beteiligung von 3,4 % (die meisten Antworten kamen aus den Bezirken Urfahr-Umgebung und Vöcklabruck).

In Anbetracht dessen, dass Oberösterreich mit seinen 8.075 Imkerinnen und Imkern und rund 80.000 (Zahlen 2018; Biene Österreich) Bienenvölkern das bienen- und imkerstärkste Bundesland ist, ist es mit den in der Untersuchung erfassten Zahlen sehr unterrepräsentiert.
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Rund 81.000 Bienenvölker kümmern sich in Oberösterreich um die Bestäubung und Fortpflanzung vieler Pflanzenkulturen. © Bienenzentrum OÖ
Für die entsprechende Bedeutung der Imkerei in Oberösterreich wäre es absolut wünschenswert, wenn die nächstjährigen Umfragen in (sozialen) Medien und Zeitschriften sowie von Institutionen stärker beworben werden, um eine höhere Teilnahme zu erreichen. Eine Beteiligungsrate von 10 % würde die Aussagekraft für Oberösterreich deutlich erhöhen.