Nahrung für unsere Bienen das gesamte Jahr

(Wild-)bienen brauchen während der gesamten Vegetationsperiode Nahrungsgrundlagen. Von bienenfreundlichen Bäumen und Sträucher bis hin zu unterschiedlichen Blühpflanzen gibt es viele Möglichkeiten Bienen zu unterstützen. Jeder kann etwas tun und manchmal braucht es dazu etwas Mut.
Krokusse_Bienenzentrum OÖ © Bienenzentrum OÖ
Der Frühling steht vor der Tür. Die ersten Blumen beginnen zu blühen und bei Temperarturen über 10 Grad sind die Honigbienen schon fleißig unterwegs. Wild- und Honigbienen brauchen das ganze Jahr über Pollen und Nektar, daher ist es uns ein besonderes Anliegen Nahrungsgrundlagen in der gesamten Vegetationsperiode zur Verfügung zu stellen. Blühinseln können im eigenen Garten, auf öffentlichen, oder auch auf landwirtschaftlichen Flächen entstehen. Nicht nur Blühstreifenblumen bringen Pollen und Nektar, sondern auch sehr viele Bäume und Sträucher.
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Käfer auf Hartriegel © Bienenzentrum OÖ
Heuer wurde vom Kuratorium Wald die Linde als „Baum des Jahres“ auserwählt. Von Juni bis Juli blüht die Linde in voller Pracht und lockt Bienen und andere Bestäuber an. Wertvoll ist die Linde als Bienenweide, da die Honigbienen während der Läppertracht auch im Hochsommer mit hohen Nektarmengen versorgt werden. Im Garten können noch weitere bienenfreundliche Bäume und Sträucher gepflanzt werden.
Unser neues Poster „Bienenfreundliche Bäume und Sträucher“ und das neu erschienene, dazugehörige Memory beinhalten wichtige Informationen zu den heimischen Pflanzen. Mehr Infos dazu gibt es auf unserer Homepage www.bienenzentrum.at.
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Blühpatenschaftsfläche © Bienenzentrum OÖ
Wenn man selber keine Flächen zur Verfügung hat und trotzdem etwas tun möchte, kann man auch Blühpate werden. Bei der „Blühpatenschaft – mach mit“ werden mehrjährige Blühflächen mit heimischem Saatgut von oberösterreichischen Landwirtinnen, mit Unterstützung des Maschinenrings OÖ fachgerecht angelegt und gepflegt. Mit einem finanziellen Beitrag (60 Cent/m2) werden die Kosten für Anlage und Pflege der Blühfläche übernommen. Damit wird die heimische Landwirtschaft unterstützt und Bewusstsein zur Förderung von (Wild-)Bienen und blütenbestäubenden Insekten geschaffen. 
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Strecken von Saatgut mit Gries © Bienenzentrum OÖ
Willst du selber eine Wildblumenwiese anlegen und du weißt nicht so recht wie? Dafür gibt es die Möglichkeit, den Wildblumenwiesenlehrgang vom LFI zu besuchen. Auf die Teilnehmerinnen warten fünf lehr- und abwechslungsreiche Kurstage im Mai 2021.
In Begleitung von Fachexpertinnen werden im theoretischen Teil die Grundlagen der Biodiversität in der Kulturlandschaft, Anlage von Blühflächen und die Eigenschaften unserer (Wild-)Bienen im Fokus stehen. Der praktische Teil wird in Irdning an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein stattfinden, wo Wildblumenwiesen selbst angelegt werden. Zum Schluss gibt es noch eine Exkursion zu einem Saatgutvermehrer. Details zum Kurs und zur Anmeldung gibt es beim LFI Oberösterreich.