Unterstützung bei Hitze: Wassertränken für Bienen und Insekten schaffen
Auch für Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten stellen heiße Sommertage eine große Herausforderung dar. Besonders die Suche nach verlässlichen Wasserquellen wird bei hohen Temperaturen zunehmend schwierig, da natürliche Wasserstellen austrocknen und geeignete Sammelplätze fehlen. Gezielt angelegte Wassertränken können hier wirksam Abhilfe schaffen und tragen dazu bei, die Versorgung auch während längerer Hitzeperioden sicherzustellen.
Auf ihren Sammelflügen suchen Bienen neben Nektar und Pollen auch gezielt nach Wasser. Vor allem bei sommerlicher Hitze benötigen Honigbienen dieses dringend zur Kühlung des Bienenstocks. Wasser wird zudem für die Verarbeitung von Nahrung benötigt, etwa zur Verflüssigung von Honigvorräten. Während viele andere Insekten ihren Wasserbedarf überwiegend über Nektar decken oder nur geringe zusätzliche Mengen benötigen, ist der Bedarf eines gesamten Bienenvolkes im Jahresverlauf beträchtlich: Abhängig von Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Volksgröße können bis zu 25 Liter Wasser pro Saison erforderlich sein.
Bevorzugte Wasserquellen
Dabei bevorzugen Bienen nicht unbedingt klares, frisches Wasser. Besonders attraktiv sind leicht abgestandene, mineralstoffreiche Quellen mit natürlichen Nährstoffen. Deshalb lassen sie sich häufig an scheinbar unattraktiven Stellen beobachten, etwa an schlammigen Pfützen, Teichrändern oder am Rand von Regentonnen. Selbst Swimmingpools werden regelmäßig angeflogen – insbesondere Salzwasserpools, da diese für die Bienen durch ihren Mineralgehalt besonders anziehend sind. Für Poolbesitzer wird dies allerdings häufig als störend empfunden.
Treue zu Wasserstellen und Orientierung
Haben Bienen einmal eine geeignete Wasserquelle gefunden, bleiben sie dieser in der Regel treu. Bei knappen Ressourcen markieren Honigbienen ihre Wasserstellen zudem mit Pheromonen, wodurch sie leichter wiedergefunden und auch von anderen Arbeiterinnen genutzt werden können. Abhilfe kann geschaffen werden, indem in der Nähe potenziell problematischer Wasserstellen – wie etwa Pools – bewusst attraktivere, mineralstoffhaltige Bienentränken angeboten werden.
Praxismaßnahme: Attraktive Alternativen schaffen
Gut gestaltete Wassertränken sind daher eine wirkungsvolle Unterstützung, insbesondere während Hitzeperioden.
- Frühzeitig bereitstellen: Bienen prägen sich Wasserquellen ein. Je früher Tränken vorhanden sind, desto eher werden sie angenommen.
- Flache Gefäße verwenden: Ideal sind flache Schalen oder Untersetzer
- Sichere Landeplätze bieten: Steine, Kies oder Holzstücke verhindern, dass die Tiere ertrinken.
- Regelmäßig auffüllen: Eine konstante Verfügbarkeit ist entscheidend.
- Mineralien erhöhen die Attraktivität: Leicht abgestandenes Wasser oder eine geringe Menge Salz kann Bienen zusätzlich anziehen. Besonders Wasser mit Algen ist eine Oase für Bienen.
Gerade an heißen Tagen zeigt sich: Bienen haben Durst – und sind auf verlässliche Wasserquellen angewiesen. Mit einfachen Maßnahmen wie dem Anlegen von Wassertränken kann die Versorgung für Bestäuberinsekten wirksam unterstützt werden. Dies leistet nicht nur einen Beitrag zum Schutz der Insekten, sondern auch zur Sicherung ihrer wichtigen Bestäubungsleistung in Landwirtschaft und Gartenbau.