Ein Abend im Zeichen des Austausches über die Landesgrenzen hinaus - Webinar „Imker und Landwirte an einen Tisch“

Über 80 Teilnehmende aus allen 9 Bundesländern – und viele spannende Fragen: Das Webinar am 16. März 2026 zeigte, wie groß das Interesse am Thema wirklich ist.
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In ihrer Videobotschaft betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger wie wichtig die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche ist. © Land OÖ/Gruber

Videobotschaft der Agrarlandesrätin zur Einstimmung auf einen spannenden Abend

Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weniger begrüßte die Teilnehmer:innen mit einer Videobotschaft zur erstmals online stattfindenden Veranstaltung. Ihre Botschaft war klar: Die gemeinsamen Gespräche zwischen Imkerei und Landwirtschaft sind essentiell, um das Wissen über die Arbeitsabläufe des anderen zu stärken und Verständnis dafür zu schaffen. So steht die gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt und beide Seiten können von der Zusammenarbeit profitieren – die Imkerei mit hochwertigem Honig und die Landwirtschaft mit besseren Erträgen.
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Die Vortragenden und Moderatorin Katharina Schobersberger vom Bienenzentrum OÖ. © Bienenzentrum OÖ

Bienen, Pflanzenschutz und Boden – aktuelle Erkenntnisse aus erster Hand

Die Teilnehmenden aus den Bereichen Landwirtschaft, Imkerei, Beratung und Fachstellen, Verwaltung und Interessensvertretung sowie Umwelt und Naturschutz bekamen durch Fachvorträge einen praxisnahen Einblick. Frühwirth Theresa vom Bienenzentrum OÖ startete mit einem verständlichen Einblick in die Lebensweise von Honig- und Wildbienen. Darauf folgte ein Vortrag von Hubert Köppel, Pflanzenschutzberater der Landwirtschaftskammer OÖ, der die Vereinbarkeit von Bienen- und Pflanzenschutz beleuchtete. Den Abschluss bildete Patrick Falkensteiner von der Boden.Wasser.Schutz.Beratung mit der Präsentation der aktuellen Ergebnisse aus dem Zwischenfruchtversuch 2025.
 
Einen tieferen Einblick in die Vortragsinhalte gibt es in diesem Beitrag.

Vielfältige Fragen – lebendige Diskussion

Im Anschluss an die Fachvorträge entwickelte sich eine interessante Diskussion, die zeigte, wie groß das Interesse und wie vielfältig die Fragen der Teilnehmenden waren. Besonders die Themen Wildbienenmonitoring, die Wechselwirkung zwischen Honig- und Wildbienen sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sorgten für regen Austausch. Auch konkrete Praxisfragen – von der Bedeutung abdriftmindernder Düsen über die Rolle von Netzmitteln bis hin zu Empfehlungen für bienenfreundliche Zwischenfruchtmischungen – standen im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurden Aspekte wie die Bestäubungsleistung von Bienen, die Eignung einzelner Kulturen wie Luzerne oder Buchweizen sowie Hinweise zur Pollenversorgung im privaten Garten aufgegriffen.

Die Beiträge machten deutlich, wie essenziell Zusammenarbeit, Wissenstransfer und gut abgestimmte Maßnahmen zwischen Landwirtschaft, Imkerei, Beratung und Naturschutz sind – und wie wertvoll ein offener Dialog für alle Beteiligten bleibt.
 

Interesse an einer eigenen Veranstaltung?

Ortsbauernschaften und Imkervereine, die an einer gemeinsamen Informationsveranstaltung interessiert sind, können sich gerne an das Bienenzentrum Oberösterreich unter bienenzentrum@lk-ooe.at wenden.

Alle Informationen zum Infoabend sind hier zu finden.