Austausch im ABZ Hagenberg: Imker und Landwirte an einem Tisch
Am 26. Februar 2026 fand im ABZ Hagenberg die Veranstaltung „Imker und Landwirte an einem Tisch“ statt. Rund 50 Imker:innen, Landwirt:innen und Interessierte aus der Region folgten der Einladung, um sich über das Zusammenspiel von Bienen und Landwirtschaft zu informieren und auszutauschen. Ziel des Abends war es, gegenseitiges Verständnis zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen beiden Bereichen zu stärken.
Einblicke in das Leben der Bienen
Den ersten Impulsvortrag hielt Theresa Frühwirth vom Bienenzentrum OÖ. Sie gab einen Überblick über die Lebensweise von Honig- und Wildbienen sowie deren Bedeutung für die Bestäubung. Besonders hervorgehoben wurden die Unterschiede zwischen den staatenbildenden Honigbienen und den meist einzeln lebenden Wildbienen, die oft einen deutlich kleineren Flugradius aufweisen. Das Fazit war, dass sich daraus die große Bedeutung geeigneter Lebensräume und eines vielfältigen Blühangebots in der Landschaft ergibt.
Pflanzenschutz und Imkerei - die landwirtschaftliche Perspektive
Hubert Köppl, Pflanzenschutzreferent der LK OÖ, beleuchtete anschließend das Thema aus landwirtschaftlicher Sicht. Er ging auf aktuelle Diskussionen rund um Bienenschutz und Pflanzenschutz ein und erklärte die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung eines sachkundigen Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Entscheidend für den Bienenschutz sind, laut Köppl, unter anderem das Beachten der Bienenflugzeiten, geeignete Wetterbedingungen und eine gute Abstimmung zwischen Imker:innen und Land:wirtinnen.
Aktuelle Ergebnisse vom "Bienenfreundlichen Zwischenfruchtanbau"
Zum Abschluss stellte Patrick Falkensteiner von der Boden.Wasser.Schutz.Beratung der LK OÖ die Ergebnisse des Versuches zum „Bienenfreundlicher Zwischenfruchtanbau 2025“ vor. Ziel war es, eine Saatgutmischung zu gestalten, die sowohl landwirtschaftliche Anforderungen erfüllt als auch ein attraktives Blühangebot für Bestäuberinsekten, insbesondere Honigbienen, bietet.
Der Versuch zeigt, dass für die Auswahl der Aussaattechnik insbesondere Standortbedingungen und Witterung ausschlaggebend sind. Die Pollenanalysen belegen, dass Honigbienen mit Beginn der Zwischenfruchtblüte verstärkt Kreuzblütler, Klee und Phacelia anfliegen. Bis zum Blühbeginn stellt vor allem die Läppertracht im Hoch- und Spätsommer eine wichtige Nahrungsquelle dar. Frühblühende Zwischenfrüchte liefern zudem hochwertigen Pollen für die Aufzucht der Winterbienen. Dabei weisen die Bienenvölker individuelle Schwerpunkte und Präferenzen hinsichtlich der genutzten Blühpflanzen auf.
Der Versuch zeigt, dass für die Auswahl der Aussaattechnik insbesondere Standortbedingungen und Witterung ausschlaggebend sind. Die Pollenanalysen belegen, dass Honigbienen mit Beginn der Zwischenfruchtblüte verstärkt Kreuzblütler, Klee und Phacelia anfliegen. Bis zum Blühbeginn stellt vor allem die Läppertracht im Hoch- und Spätsommer eine wichtige Nahrungsquelle dar. Frühblühende Zwischenfrüchte liefern zudem hochwertigen Pollen für die Aufzucht der Winterbienen. Dabei weisen die Bienenvölker individuelle Schwerpunkte und Präferenzen hinsichtlich der genutzten Blühpflanzen auf.
Fazit
Die anschließende Diskussion zeigte, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Imkerei und Landwirtschaft ist. Eine gute Zusammenarbeit beruht vor allem auf Kommunikation, gegenseitigem Verständnis und gemeinsamen Lösungen.
Interesse an einer eigenen Veranstaltung im Ort?
Ortsbauernschaften und Imkervereine, die an einer gemeinsamen Informationsveranstaltung interessiert sind, können sich gerne an das Bienenzentrum Oberösterreich unter bienenzentrum@lk-ooe.at wenden.
Alle Informationen zum Infoabend sind hier zu finden.
Alle Informationen zum Infoabend sind hier zu finden.