Eindrücke aus dem Bienen-Sommer 2018

Ein ungewöhnliches Jahr: in Oberösterreich sind die Trachtquellen in vielen Gebieten seit mehreren Wochen ausgeschöpft. Die Auswirkungen der Trockenheit von Anfang April bis Ende Juli – gefolgt von Hitze im August, sind auch bei den Honigbienen nicht spurlos vorübergegangen.
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Kein seltenes Bild: Nicht nur der Imker kommt heuer ins Schwitzen. Viele Bienen hängen in der Traube am Flugbrett. © BienenzentrumOÖ
Trockenperioden sind in Oberösterreich zwar keine Seltenheit, aber so eine Situation wie heuer hat es bisher noch kaum gegeben. Seit Ostern ist es in Oberösterreich viel zu trocken und warm. Weiters wurde kein flächendeckender Landregen im ersten Halbjahr registriert. Einzelne Regionen verzeichneten von Anfang April bis Ende Mai bis zu 90 % Niederschlagdefizit. Nur lokale Gewitterregen unterbrachen die langanhaltende Trockenheit, oft begrenzt auf ein Gemeindegebiet.
Es war lange kalt, im April ist es dann explosionsartig warm geworden. Die Vegetation hat komprimiert zu blühen begonnen. Die Blühzeiten vieler Pflanzen waren früher und haben sich teilweise überlagert. Viele Obstbäume, Blütenpflanzen und Sträucher konnten den Vegetationsrückstand innerhalb kürzester Zeit aufholen. Die Honigbienen benötigen jedoch bis zu 40 Tage für die „Aufwärtsentwicklung“ des Volkes. In vielen Gebieten kamen die Bienen mit der Nutzung des Trachtangebotes nicht hinterher.

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