Dezember: mit Restentmilbung reagieren

Regional ist der Varroa- und Virendruck in den Bienenvölkern vereinzelt sehr hoch. Nach den ersten starken Frostnächten im November ist in den kommenden Wochen mit brutfreien Völkern zu rechnen (besonders in den Lagen ab 500 Meter) und es kann mit einer Winterbehandlung durchgeführt werden. Das Service „Varroawetter“ der LK Ö kann Imkerinnen und Imker dabei unterstützen ihre Anwendungen in Abhängigkeit mit dem Wetter besser zu planen.
Mit den ersten Frostnächsten werden die Bienenvölker mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Wochen brutfrei sein. Die Behandlung brutfreier Völker dient dazu  optimale Startbedingungen für das Frühjahr 2019 zu schaffen.   © Bienenzentrum OÖ
Mit den ersten Frostnächsten werden die Bienenvölker mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Wochen brutfrei sein. Die Behandlung brutfreier Völker dient dazu, optimale Startbedingungen für das Frühjahr 2019 zu schaffen. © Bienenzentrum OÖ

Aktuelle Situation

Quer über Oberösterreich wurde von ersten varroabedingten Völkerzusammenbrüchen berichtet. Der Milbenbefall ist aktuell zwar nicht extrem hoch, mit kleinregionalen Unterschieden jedoch stärker vorhanden. Die Bandbreite reicht von einem unproblematischen bis hin zum sehr starken Abfall, was vereinzelt zu ersten Herbstverlusten geführt hat.

Die genauen Ursachen dürften nicht auf ein einziges Ereignis, sondern auf das Zusammenspiel von verschiedensten Faktoren, wie z.B: hohe Startpopulation an Varroamilben im Frühjahr 2018 und witterungsbedingte lange Brutphase, zurückzuführen sein. Es ist davon auszugehen, dass auch die Aufzucht an Winterbienenjungbrut teils nicht optimal war. Jedenfalls haben Milben und Viren den überdurchschnittlich langen und warmen Herbst dafür genutzt sich in den verdeckelten Brutzellen der Winterbienengeneration zu vermehren.
Biene mit Flügeldeformationsvirus.jpg
Biene mit Flügeldeformationsvirus © Köppl
Imkerinnen und Imker, die die Hauptbehandlung mit Ameisensäure bereits im Juli durchgeführt haben, können den Vorteil haben, dass ihre Völker jetzt weniger Milben- und vor allem Virendruck haben. Andere haben mit der Ameisensäurebehandlung bis Mitte / Ende August gewartet. Durch die Hauptentmilbung zu diesem Zeitpunkt sind zwar viele Milben hinuntergefallen, der Virusdruck blieb aber erhalten und verschärfte sich.

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