Bienenzentrum Oberösterreich feiert 1-jähriges Bestehen

„Bienen brauchen Nahrungsgrundlagen“ – mit diesem Motto sind die beiden Expertinnen an die neue Aufgabe herangegangen und haben bereits einige großartige Projekte, wie die „Blühstreifenaktion – mach mit" ins Leben gerufen.
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Blühstreifenaktion-mach mit © Bienenzentrum OÖ
Am 1. Oktober 2018 feierte das Bienenzentrum OÖ sein 1-jähriges Bestehen – mit einer beeindruckenden Bilanz. Die Initiative des Landes OÖ hat vor 12 Monaten als österreichweites einzigartiges Projekt mit Dr. Petra Haslgrübler und DI Theresa Frühwirth ihre Arbeit aufgenommen. In dieser Zeit wurde ein Fundament geschaffen, auf dem eine Vielzahl an Projekte rund um die Themen bienen.biodiversität.bildung. umgesetzt werden kann.
Stetiges aufeinanderfolgendes Blühangebot ist für Honigbienen (über-)lebenswichtig: Kornblume  Färber-Hundskamille  Ringelblume  Klatschmohn  Ackerhundskamille und Kleesorten  wie Inkarnatklee  © Bienenzentrum OÖ
Stetiges aufeinanderfolgendes Blühangebot ist für Honigbienen (über-)lebenswichtig: Kornblume, Färber-Hundskamille, Ringelblume, Klatschmohn, Ackerhundskamille und Kleesorten, wie Inkarnatklee © Bienenzentrum OÖ

Blühstreifenaktion – mach mit

Bienen und andere blütenbestäubende Insekten sind auf eine intakte Biodiversität angewiesen. Um gezielt Lebensräume und Nahrungsgrundlagen zu schaffen, initiierte das Bienenzentrum OÖ in Kooperation mit dem Maschinenring OÖ die „Blühstreifenaktion – mach mit“.

Anfangs ausgerichtet auf die Anlage von Blühstreifen entlang von Ackerkulturen wie Mais und Soja, nahm das Projekt überraschend positive Ausmaße an. Erstaunliche 300 Kilometer Nahrungsgrundlagen wurden von 255 Landwirten, 66 Privatkunden, 7 Gemeinden, 3 Firmen, einem Wasserband und einer Ortsbauernschaft heuer geschaffen.

Entscheidend für den Erfolg war, dass alle Teilnehmerinnen aus eigenen Stücken aktiv geworden sind und sich bewusst für regional zertifiziertes Saatgut entschieden haben. Es ist sehr aufwendig in der Produktion und daher teurer als andere Mischungen.
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Honigbiene auf Pollensuche © BienenzentrumOÖ

Imker und Landwirte an einem Tisch

Ebenso hohen Zuspruch erfuhr das Bienenzentrum OÖ durch die Infoveranstaltung „Imker und Landwirte an einem Tisch“, die gemeinsam mit dem Pflanzenschutzmittelreferenten der LK OÖ ausgetragen wird. Fest steht, dass Land- und Bienenwirtschaft einander brauchen. Dazu ist mehr Austausch und Wissen nötig, um mögliche Kommunikations- und Wissensdefizite zu beheben und Vorurteile abzubauen. Bisher haben 13 Ortsbauernschaften das Angebot in Anspruch genommen und die ortsansässigen Imkervereine zum gemeinsamen Austausch eingeladen. Weitere sechs Veranstaltungen sind in Planung.
Bläuling auf Nahrungssuche.    © Kriegl
Bläuling auf Nahrungssuche. © Kriegl

Blick in die Zukunft

Der Schlüssel zu effektiver Bewusstseinsbildung sieht das Bienenzentrum OÖ in der Fortsetzung von Kooperationen durch bestehende bzw. neue Partnerschaften sowie im Wissenstransfer über unsere Homepage www.bienenzentrum.at. 2019 wird die „Blühstreifenaktion – mach mit“ weiterhin ein wichtiger Meilenstein unserer Arbeit sein, um den Bienen und blütenbestäubenden Insekten abwechslungsreiche Nahrungsgrundlagen zu gewährleisten.

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